Ob WhatsApp-Nachrichten, E-Mails, Kalendererinnerungen oder Hinweise aus sozialen Netzwerken: Benachrichtigungen gehören zu den am häufigsten verwendeten Funktionen moderner Smartphones. Sie informieren über neue Nachrichten, erinnern an wichtige Termine und ermöglichen es, auf bestimmte Ereignisse zu reagieren, ohne dafür jedes Mal eine Anwendung öffnen zu müssen. Obwohl iPhones und Android-Smartphones grundsätzlich ähnliche Aufgaben erfüllen, unterscheiden sich ihre Benachrichtigungssysteme teilweise deutlich. Besonders beim Wechsel zwischen den beiden Betriebssystemen fällt auf, dass Mitteilungen anders angeordnet, gruppiert und dargestellt werden.
Während Apple bei iOS auf eine weitgehend einheitliche Gestaltung mit klar strukturierten Mitteilungskarten setzt, bietet Android eine stärker anpassbare Benutzeroberfläche mit unterschiedlichen Darstellungsformen und zusätzlichen Interaktionsmöglichkeiten. Allerdings sind diese Unterschiede nicht ausschließlich eine Frage der Optik. Auch die technische Entwicklung, die Benutzerführung und die jeweiligen Designrichtlinien der Hersteller spielen eine entscheidende Rolle. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Benachrichtigungen auf iPhone und Android unterschiedlich aussehen, welche Funktionen beide Systeme bieten und welche Auswirkungen die verschiedenen Ansätze auf die tägliche Smartphone-Nutzung haben.
Unterschiedliche Designphilosophien bei Apple und Google
Die Gestaltung von Benachrichtigungen hängt eng mit der grundsätzlichen Designphilosophie des jeweiligen Betriebssystems zusammen. Apple verfolgt bei iOS traditionell einen Ansatz, bei dem die einzelnen Elemente der Benutzeroberfläche möglichst einheitlich gestaltet werden. Dazu gehören abgestimmte Abstände, abgerundete Formen, Animationen und visuelle Effekte, die sich über verschiedene Bereiche des Systems hinweg wiederfinden. Benachrichtigungen sollen dadurch nicht wie eigenständige Fremdkörper wirken, sondern sich harmonisch in die übrige Benutzeroberfläche einfügen.
Android orientiert sich dagegen stark an den von Google entwickelten Designrichtlinien, die unter anderem unter der Bezeichnung Material Design bekannt sind. Dabei spielen visuelle Hierarchien, unterschiedliche Ebenen, Farben und die direkte Interaktion mit Bedienelementen eine wichtige Rolle. Benachrichtigungen werden nicht ausschließlich als Informationsanzeigen verstanden, sondern können gleichzeitig verschiedene Aktionen ermöglichen. Nutzer sollen beispielsweise direkt auf Nachrichten antworten, Erinnerungen bearbeiten oder bestimmte Funktionen steuern können.
Allerdings haben sich beide Betriebssysteme im Laufe der Jahre deutlich weiterentwickelt. Apple bietet inzwischen zahlreiche interaktive Benachrichtigungsfunktionen, während Android ebenfalls großen Wert auf eine übersichtliche und optisch einheitliche Darstellung legt. Die Unterschiede liegen deshalb weniger in einer strikten Trennung zwischen Design und Funktionalität, sondern vielmehr in der jeweiligen Gewichtung und Umsetzung einzelner Bedienungselemente.
Wie haben sich Benachrichtigungen auf Android entwickelt?
Android verfügte bereits in seinen frühen Versionen über ein zentrales Benachrichtigungssystem. Nutzer konnten eingehende Mitteilungen über die Statusleiste erkennen und durch eine Wischbewegung einen eigenen Bereich mit weiteren Informationen öffnen. Diese grundlegende Bedienungsweise gehört bis heute zu den charakteristischen Merkmalen des Betriebssystems. Besonders die kleinen App-Symbole am oberen Bildschirmrand ermöglichen es, auf einen Blick zu erkennen, welche Anwendungen neue Mitteilungen bereitgestellt haben.
Im Laufe der Jahre wurde dieses System kontinuierlich erweitert. Android erhielt unter anderem zusätzliche Schnellaktionen, erweiterbare Benachrichtigungen und verschiedene Möglichkeiten zur Gruppierung. Dadurch konnten Anwendungen immer mehr Informationen direkt innerhalb einer Mitteilung anzeigen. Besonders Messenger-Dienste profitierten davon, da Nutzer zunehmend auf Nachrichten reagieren konnten, ohne die jeweilige App vollständig öffnen zu müssen.
Mit späteren Android-Versionen kamen weitere Funktionen zur Priorisierung und Verwaltung hinzu. Dazu gehören beispielsweise Benachrichtigungskanäle, mit denen unterschiedliche Arten von Mitteilungen innerhalb einer App getrennt gesteuert werden können. Dadurch lässt sich festlegen, ob bestimmte Benachrichtigungen mit einem Ton erscheinen, lautlos zugestellt oder vollständig deaktiviert werden sollen. Diese umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten gehören zu den wichtigsten Eigenschaften des Android-Benachrichtigungssystems.
Warum hat Apple ein anderes Benachrichtigungssystem entwickelt?
Apple setzte bei den ersten iPhone-Generationen zunächst auf eine vergleichsweise einfache Darstellung eingehender Mitteilungen. Neue Nachrichten oder Hinweise erschienen häufig als Pop-up-Fenster, die unmittelbar über der aktuellen Anwendung angezeigt wurden. Diese Form der Benachrichtigung war zwar deutlich sichtbar, konnte jedoch die Bedienung unterbrechen und erforderte teilweise eine direkte Reaktion.
Mit iOS 5 führte Apple im Jahr 2011 die Mitteilungszentrale ein. Dadurch konnten Nutzer Benachrichtigungen an einem zentralen Ort sammeln und später aufrufen. Gleichzeitig wurde die Darstellung eingehender Hinweise überarbeitet, sodass nicht jede neue Nachricht den gesamten Bedienungsablauf unterbrechen musste. In den folgenden Jahren entwickelte Apple das System weiter und integrierte zusätzliche Funktionen zur Gruppierung, Priorisierung und individuellen Darstellung.
Besonders der Sperrbildschirm spielt bei iOS eine wichtige Rolle. Apple gestaltet diesen Bereich nicht nur als Sicherheits- und Informationsoberfläche, sondern auch als zentralen Zugang zu eingehenden Mitteilungen. Mit neueren iOS-Versionen wurden zusätzliche Möglichkeiten eingeführt, um Benachrichtigungen als Stapel, Liste oder kompakte Anzahlansicht darzustellen. Dadurch können Nutzer selbst entscheiden, wie viele Informationen unmittelbar auf dem Sperrbildschirm sichtbar sein sollen.
Warum verwendet das iPhone eine andere Benachrichtigungsoptik?
Ein auffälliges Merkmal von iOS ist die Darstellung von Benachrichtigungen als einzelne visuelle Elemente. Diese Mitteilungskarten besitzen je nach iOS-Version abgerundete Formen und unterschiedliche Hintergrundeffekte. Dadurch lassen sich einzelne Nachrichten optisch voneinander unterscheiden, während gleichzeitig eine einheitliche Gestaltung erhalten bleibt. Besonders auf dem Sperrbildschirm werden Mitteilungen häufig so angeordnet, dass sie mit dem Hintergrundbild und den übrigen Informationen harmonieren.
Android verwendet ebenfalls Karten, abgerundete Formen und visuelle Trennungen. Allerdings unterscheiden sich die konkrete Gestaltung und die Informationsdichte stärker zwischen den verschiedenen Herstelleroberflächen. Ein Google-Pixel-Smartphone kann Benachrichtigungen deshalb anders darstellen als ein Samsung-Galaxy-Gerät oder ein Smartphone von Xiaomi. Auch Schriftgrößen, Abstände und Hintergrundfarben können voneinander abweichen.
Hinzu kommt, dass beide Betriebssysteme unterschiedliche Prioritäten bei der Anzeige zusätzlicher Informationen setzen. Während iOS bestimmte Mitteilungen kompakt zusammenfasst, können Android-Oberflächen je nach Anwendung und Einstellung zusätzliche Inhalte unmittelbar anzeigen. Allerdings hängt die tatsächliche Darstellung auch von der jeweiligen App und der installierten Betriebssystemversion ab.
Benachrichtigungen gruppieren: Welche Unterschiede gibt es?
Sowohl iOS als auch Android verfügen über Funktionen zur Gruppierung mehrerer Benachrichtigungen. Diese sind besonders hilfreich, wenn innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Nachrichten aus derselben Anwendung eingehen. Ohne eine entsprechende Gruppierung könnte der Benachrichtigungsbereich schnell unübersichtlich werden, da jede einzelne Nachricht einen eigenen Platz beanspruchen würde.
Auf dem iPhone werden zusammengehörige Mitteilungen häufig in einer Stapelansicht dargestellt. Dadurch erscheint zunächst eine kompakte Gruppe, die bei Bedarf erweitert werden kann. Besonders bei Messenger-Anwendungen oder sozialen Netzwerken kann diese Darstellung hilfreich sein, wenn viele Nachrichten eingehen. Je nach Einstellung und Anwendung können Benachrichtigungen außerdem unterschiedlich zusammengefasst werden.
Android bietet ebenfalls die Möglichkeit, mehrere Mitteilungen einer Anwendung zu gruppieren. Häufig lassen sich solche Gruppen direkt innerhalb der Benachrichtigungsübersicht erweitern, um zusätzliche Informationen oder einzelne Nachrichten anzuzeigen. Dabei können bestimmte Anwendungen auch eigene Zusammenfassungen bereitstellen. Die genaue Bedienung unterscheidet sich je nach Android-Version und Herstelleroberfläche.
Beide Systeme verfolgen somit ein ähnliches Ziel: Möglichst viele Informationen sollen übersichtlich dargestellt werden, ohne den Bildschirm unnötig zu überladen. Die Unterschiede liegen vor allem in der visuellen Umsetzung und der Art, wie einzelne Gruppen geöffnet und verwaltet werden.
Warum zeigt Android App-Symbole in der Statusleiste an?
Einer der deutlichsten Unterschiede zwischen iPhone und Android betrifft die Statusleiste. Auf vielen Android-Smartphones erscheinen kleine Symbole am oberen Bildschirmrand, sobald bestimmte Anwendungen neue Benachrichtigungen bereitstellen. Dadurch können Nutzer bereits während der Verwendung anderer Apps erkennen, ob neue Nachrichten, Erinnerungen oder Systemhinweise vorliegen. Ein vollständiges Öffnen der Benachrichtigungsübersicht ist dafür zunächst nicht erforderlich.
Diese Darstellung hat sich seit den frühen Android-Versionen als charakteristisches Bedienelement etabliert. Besonders für Menschen, die viele unterschiedliche Anwendungen verwenden, können die kleinen Symbole praktisch sein. Sie ermöglichen eine schnelle Orientierung und zeigen an, dass bestimmte Mitteilungen noch nicht bearbeitet wurden. Allerdings kann die Statusleiste bei zahlreichen Benachrichtigungen auch unübersichtlich werden, weshalb verschiedene Android-Oberflächen die Anzahl sichtbarer Symbole begrenzen.
Apple verwendet auf dem iPhone dagegen keine vergleichbare dauerhafte Anzeige einzelner App-Benachrichtigungssymbole in der Statusleiste. Stattdessen stehen die Mitteilungszentrale, der Sperrbildschirm und Kennzeichen auf App-Symbolen im Vordergrund. Diese sogenannten Badges zeigen beispielsweise an, wie viele ungelesene Nachrichten oder andere relevante Hinweise innerhalb einer Anwendung vorhanden sind. Dadurch bleibt die obere Statusleiste stärker auf Systeminformationen wie Mobilfunkempfang, WLAN-Verbindung und Akkustand konzentriert.
Warum werden iPhone-Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm anders angeordnet?
Apple hat die Gestaltung des iPhone-Sperrbildschirms im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Besonders auffällig ist die Anordnung von Benachrichtigungen im unteren Bereich des Displays, die bei neueren iOS-Versionen eine wichtige Rolle spielt. Dadurch bleibt der obere Bereich häufig stärker für Uhrzeit, Datum, Hintergrundbild und weitere Sperrbildschirm-Elemente reserviert.
Diese Gestaltung kann außerdem die Bedienung größerer iPhones erleichtern, da bestimmte Mitteilungen näher am unteren Bildschirmbereich erscheinen. Gleichzeitig bietet Apple unterschiedliche Anzeigeformen an, mit denen Nutzer die Darstellung an ihre Vorlieben anpassen können. Dazu gehören die Anzahlansicht, die Stapelansicht und die Listenansicht. Je nach Einstellung werden Benachrichtigungen unterschiedlich kompakt dargestellt.
Android verwendet dagegen häufig eine Anordnung, bei der Benachrichtigungen unterhalb der Uhrzeit beziehungsweise der zentralen Sperrbildschirm-Informationen erscheinen. Allerdings unterscheiden sich diese Layouts teilweise erheblich zwischen den Herstellern. Manche Android-Oberflächen zeigen zunächst nur kleine Benachrichtigungssymbole, während andere direkt ausführlichere Mitteilungskarten darstellen. Deshalb lässt sich die Sperrbildschirmgestaltung von Android nicht auf ein einziges festes Layout reduzieren.
Welche Schnellaktionen bieten iPhone und Android?
Moderne Benachrichtigungen dienen längst nicht mehr ausschließlich dazu, Informationen anzuzeigen. Sowohl iOS als auch Android ermöglichen es, bestimmte Aktionen direkt aus einer Mitteilung heraus auszuführen. Besonders bei Messenger-Anwendungen ist dies praktisch, da sich Nachrichten häufig beantworten lassen, ohne die vollständige App öffnen zu müssen.
Auf dem iPhone können Nutzer unterstützte Benachrichtigungen beispielsweise länger gedrückt halten, um zusätzliche Inhalte oder verfügbare Aktionen anzuzeigen. Je nach Anwendung können dadurch Antworten verfasst, Erinnerungen bearbeitet oder andere Funktionen verwendet werden. Auch durch Wischgesten lassen sich Mitteilungen verwalten, wobei die verfügbaren Möglichkeiten von der jeweiligen iOS-Version abhängen.
Android bietet ebenfalls interaktive Benachrichtigungen mit unterschiedlichen Schnellaktionen. Bei unterstützten Anwendungen können beispielsweise direkte Antworten, das Archivieren bestimmter Nachrichten oder andere Aktionen angeboten werden. Häufig lassen sich zusätzliche Bedienelemente durch das Erweitern einer Benachrichtigung anzeigen. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, entscheidet jedoch nicht allein das Betriebssystem, sondern auch die jeweilige Anwendung.
Deshalb ist es möglich, dass dieselbe App auf iPhone und Android unterschiedliche Schnellaktionen anbietet. Entwickler müssen die jeweiligen Systemfunktionen unterstützen und können bestimmte Bedienungsmöglichkeiten unterschiedlich umsetzen.
Welche Rolle spielen Benachrichtigungskanäle bei Android?
Eine besondere Funktion von Android sind die sogenannten Benachrichtigungskanäle. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Arten von Mitteilungen innerhalb einer Anwendung getrennt zu verwalten. Beispielsweise kann eine App verschiedene Kategorien für persönliche Nachrichten, allgemeine Hinweise, Werbung oder Systeminformationen anbieten. Nutzer können anschließend für einzelne Kategorien festlegen, wie diese behandelt werden sollen.
Dadurch lässt sich die Benachrichtigungsverwaltung vergleichsweise detailliert anpassen. Wer beispielsweise wichtige Nachrichten weiterhin erhalten möchte, aber auf weniger relevante Hinweise verzichten will, kann bestimmte Kategorien gezielt deaktivieren oder lautlos stellen. Allerdings hängt der Umfang dieser Möglichkeiten davon ab, welche Benachrichtigungskanäle die jeweilige Anwendung bereitstellt.
Auch iOS bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Steuerung von Mitteilungen, beispielsweise hinsichtlich der Anzeige auf dem Sperrbildschirm, der Verwendung von Tönen oder der Darstellung von Kennzeichen. Die Systemarchitektur und die verfügbaren Einstellungen unterscheiden sich jedoch von den Android-Benachrichtigungskanälen. Deshalb kann die Verwaltung einzelner Benachrichtigungsarten auf beiden Betriebssystemen unterschiedlich umfangreich ausfallen.
Fokus-Modi und Nicht-stören-Funktionen im Vergleich
Sowohl Apple als auch Google haben ihre Betriebssysteme um Funktionen erweitert, mit denen Benachrichtigungen gezielt eingeschränkt werden können. Diese Möglichkeiten sind besonders hilfreich, wenn das Smartphone während der Arbeit, beim Lernen oder in der Nacht möglichst wenig ablenken soll. Statt sämtliche Benachrichtigungen vollständig zu deaktivieren, können Nutzer bestimmte Ausnahmen festlegen und wichtige Kontakte oder Anwendungen weiterhin zulassen.
Apple verwendet dafür unter anderem die Fokus-Funktion. Damit lassen sich unterschiedliche Situationen wie Arbeit, Schlaf oder persönliche Freizeit berücksichtigen. Je nach Konfiguration können bestimmte Mitteilungen zugelassen, andere zurückgehalten und zusätzliche Einstellungen mit einem Fokus verknüpft werden. Auch die Darstellung des Home- und Sperrbildschirms kann in bestimmten Konfigurationen angepasst werden.
Android bietet ebenfalls Funktionen wie „Nicht stören“ und je nach Version weitere Modi zur individuellen Benachrichtigungssteuerung. Damit können Nutzer beispielsweise bestimmte Kontakte priorisieren, Benachrichtigungstöne unterdrücken oder zeitabhängige Regeln verwenden. Die konkrete Gestaltung und der Funktionsumfang unterscheiden sich jedoch zwischen Android-Versionen und Herstelleroberflächen.
Beide Systeme verfolgen damit ein ähnliches Ziel: Benachrichtigungen sollen möglichst hilfreich sein, ohne die Konzentration unnötig zu beeinträchtigen. Die Unterschiede liegen vor allem in der Bedienoberfläche und den verfügbaren Konfigurationsmöglichkeiten.
Wie unterscheiden sich die technischen Benachrichtigungssysteme?
Neben der sichtbaren Benutzeroberfläche unterscheiden sich iOS und Android auch bei der technischen Zustellung von Push-Benachrichtigungen. Apple verwendet dafür den Apple Push Notification Service, kurz APNs. Dieser Dienst ermöglicht es Anwendungen und ihren Servern, Push-Mitteilungen an kompatible Apple-Geräte zu senden. Das Betriebssystem verarbeitet diese anschließend und stellt sie entsprechend den vorhandenen Einstellungen und technischen Vorgaben dar.
Bei Android wird häufig Firebase Cloud Messaging, kurz FCM, verwendet. Dieser Dienst ermöglicht die Übermittlung von Nachrichten und Benachrichtigungen an zahlreiche Android-Anwendungen. Allerdings ist FCM nicht die einzige denkbare Möglichkeit zur Benachrichtigungszustellung auf Android-Geräten. Besonders bei Geräten ohne bestimmte Google-Dienste oder bei herstellerspezifischen Systemen können andere technische Lösungen eingesetzt werden.
Wichtig ist außerdem, dass die Push-Dienste nicht allein über die gesamte optische Gestaltung einer Benachrichtigung entscheiden. Die Darstellung wird wesentlich durch das Betriebssystem, die jeweilige Benutzeroberfläche und die von der Anwendung bereitgestellten Inhalte bestimmt. Deshalb können Benachrichtigungen trotz vergleichbarer technischer Aufgaben auf iPhone und Android unterschiedlich aussehen.
Warum sehen Benachrichtigungen auf Samsung und Xiaomi unterschiedlich aus?
Ein wesentlicher Unterschied zwischen iOS und Android besteht darin, dass Android von zahlreichen Smartphone-Herstellern verwendet wird. Unternehmen wie Samsung, Xiaomi und Google können eigene Benutzeroberflächen entwickeln, die auf Android basieren und das Erscheinungsbild des Betriebssystems verändern. Dadurch unterscheiden sich nicht nur Startbildschirme, Einstellungen und Animationen, sondern häufig auch Benachrichtigungen.
Samsung verwendet beispielsweise die Benutzeroberfläche One UI, während Xiaomi auf eigene Systemoberflächen setzt. Google gestaltet seine Pixel-Smartphones wiederum mit einer stärker an der eigenen Android-Designsprache orientierten Oberfläche. Dadurch können Mitteilungskarten, Schriftgrößen, Symbole und Bediengesten unterschiedlich umgesetzt werden. Auch die Darstellung auf dem Sperrbildschirm kann je nach Hersteller variieren.
Diese Unterschiede bedeuten allerdings nicht, dass jede Android-Oberfläche über vollständig eigenständige Benachrichtigungstechnologien verfügt. Viele grundlegende Funktionen stammen weiterhin aus Android selbst. Die Hersteller verändern vor allem die visuelle Gestaltung und ergänzen teilweise zusätzliche Einstellungen oder Bedienungsmöglichkeiten. Deshalb kann sich ein Wechsel zwischen zwei Android-Smartphones in bestimmten Bereichen ähnlich ungewohnt anfühlen wie der Wechsel zwischen Android und iOS.
Warum erscheinen manche Benachrichtigungen verspätet?
Ein weiteres Thema betrifft die Zuverlässigkeit der Zustellung. Manche Smartphone-Nutzer stellen fest, dass Benachrichtigungen gelegentlich verspätet erscheinen oder erst beim Öffnen einer Anwendung angezeigt werden. Dieses Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben und ist nicht ausschließlich auf eines der beiden Betriebssysteme beschränkt.
Besonders Energiesparfunktionen und Einschränkungen für Hintergrundaktivitäten können eine Rolle spielen. Android-Hersteller verwenden teilweise unterschiedliche Mechanismen, um den Energieverbrauch von Anwendungen zu reduzieren. Wenn eine App im Hintergrund stark eingeschränkt wird, kann dies unter bestimmten Bedingungen Auswirkungen auf ihre Aktualisierung und das Benachrichtigungsverhalten haben. Auch auf dem iPhone können Einstellungen, Netzwerkbedingungen oder appbezogene Probleme die Zustellung beeinflussen.
Hinzu kommen mögliche Verzögerungen auf den Servern der jeweiligen Anwendung. Eine Push-Benachrichtigung muss zunächst erzeugt, über die entsprechende Infrastruktur übertragen und anschließend vom Smartphone verarbeitet werden. Deshalb bedeutet eine verspätete Mitteilung nicht automatisch, dass das Betriebssystem fehlerhaft arbeitet.
Wer regelmäßig Probleme mit Benachrichtigungen hat, sollte die Einstellungen der betreffenden Anwendung, vorhandene Fokus- oder Nicht-stören-Modi und mögliche Energiesparbeschränkungen überprüfen. Auch eine stabile Internetverbindung und aktuelle Softwareversionen können für eine zuverlässige Nutzung wichtig sein.
Welche Benachrichtigungen schützen die Privatsphäre besser?
Beim Thema Datenschutz spielt besonders die Anzeige von Nachrichteninhalten auf dem Sperrbildschirm eine wichtige Rolle. Wenn ein Smartphone auf einem Tisch liegt, können eingehende Mitteilungen unter Umständen von anderen Personen gelesen werden. Deshalb bieten sowohl iOS als auch Android Möglichkeiten, die Darstellung vertraulicher Inhalte einzuschränken.
Auf dem iPhone können Nutzer beispielsweise festlegen, ob Vorschauen von Mitteilungen immer, nur bei entsperrtem Gerät oder gar nicht angezeigt werden sollen. Dadurch lässt sich verhindern, dass bestimmte Nachrichteninhalte unmittelbar auf dem gesperrten Bildschirm sichtbar sind. Besonders bei Geräten mit Face ID kann die Darstellung abhängig vom Entsperrungszustand erfolgen.
Android bietet ebenfalls Einstellungen zur Anzeige sensibler Benachrichtigungsinhalte. Je nach Hersteller und Betriebssystemversion können Nutzer festlegen, ob vollständige Inhalte, eingeschränkte Informationen oder überhaupt keine Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erscheinen sollen. Auch einzelne Anwendungen können zusätzliche Möglichkeiten zur Steuerung vertraulicher Inhalte anbieten.
Welches System besser geeignet ist, hängt deshalb weniger von der grundsätzlichen Optik ab als von den vorhandenen Einstellungen und ihrer konsequenten Verwendung. Beide Betriebssysteme ermöglichen es, persönliche Informationen auf dem Sperrbildschirm besser zu schützen.
Lassen sich iPhone-Benachrichtigungen wie bei Android einstellen?
Viele Nutzer wünschen sich nach einem Wechsel zwischen den Betriebssystemen eine möglichst vertraute Benachrichtigungsdarstellung. Allerdings lassen sich die grundlegenden Systemoberflächen nicht vollständig aneinander angleichen. Apple bietet zwar unterschiedliche Anzeigeformen und zahlreiche Einstellungen zur Benachrichtigungsverwaltung, erlaubt jedoch keine vollständige Umgestaltung des Mitteilungssystems nach dem Vorbild einer beliebigen Android-Oberfläche.
Auf dem iPhone können Sie beispielsweise zwischen verschiedenen Darstellungen auf dem Sperrbildschirm wählen, Benachrichtigungen einzelner Apps anpassen und bestimmte Hinweise über Fokus-Modi einschränken. Auch die Vorschau von Nachrichten lässt sich individuell konfigurieren. Die grundlegende Gestaltung der Mitteilungskarten